Biomarker

Leiter: Prof. Dr. med. Andreas M. Zeiher

 

Die Todesursachenstatistiken in den westlichen Industrienationen werden weiterhin von kardiovaskulären Erkrankungen angeführt. Die Mehrheit der kardiovaskulären Ereignisse tritt bei asymptomatischen Individuen auf, so dass neben der schnellen und präzisen Diagnose in der Akutsituation, z.B. bei einem akuten Myokardinfarkt, der Prävention ein großer Stellenwert zukommt. Nicht nur die Prävention eines erneuten Ereignisses bei bereits erkrankten Patienten, sondern auch in der Allgemeinbevölkerung ist die Identifikation von Individuen mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko ist hier zu nennen. Aktuell basiert die Diagnosestellung und Risikostratifizierung in erster Linie auf anamnestischen, klinischen und bildgebenden Parametern, jedoch kann der Einsatz von Biomarkern diese oftmals ergänzen. Die unten stehende Abbildung soll einen Überblick über den möglichen klinischen Einsatz bzw. Nutzen des Einsatzes von Biomarkern geben mit dem Ziel einer optimierten Patientenversorgung.

 

Als entscheidender Baustein in der Entstehung kardiovaskulärer Erkrankungen ist die Atherosklerose zu nennen. Ein besseres pathophysiologisches Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse einschließlich z.B. der Hypercholesterinämie oder chronischer Entzündungsprozesse (Vgl. untenstehende Grafik mit pathophysiologischen Aspekten der Atherosklerose) im Bereich der Gefäße kann zukünftig eine bessere und insbesondere gezieltere Behandlung ermöglichen. 

Die Bestimmung von Biomarkern im Blut, die bestimmte pathophysiologische Mechanismen repräsentieren und/oder quantitativ abbilden stellt einen wissenschaftlichen Schwerpunkt unserer Abteilung dar. Mit Hilfe solcher z.T. neu zu identifizierender Biomarker wird einerseits eine optimierte Risikostratifizierung des individuellen Patienten und entsprechende Therapieanpassung ermöglicht, zum anderen können solche Marker helfen neuen Therapien für spezifische Krankheitsmechanismen zu entwickeln. Neben den im peripheren Blut nachweisbaren protein- und enzymbasierten Biomarken wird in Kooperation mit dem Institut für kardiovaskuläre Regeneration (LINK) aktiv der Einsatz RNA basierten Biomarker (z.B. microRNA) in verschiedenen klinischen Indikationsfeldern untersucht. 

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© Uniklinik Frankfurt - Kardiologie - Prof. Dr. med. Andreas Zeiher

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